Sprache verbindet – Kein Sparkurs bei Integration und Teilhabe

Wir, das Bündnis Gesamtprogramm Sprache retten warnen vor gravierenden Folgen des vom Bundesinnenministerium verhängten Zulassungsstopps zu Integrationskursen (§ 44 Abs. 4 AufenthG). Rund 130.000 lernwillige Zugewanderte bleiben im laufenden Jahr ohne Zugang zu einem Sprachkurs – mit schwerwiegenden Auswirkungen auf Integration, Arbeitsmarkt und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Deshalb fordern wir:

  • Sofortige Aufhebung des Zulassungsstopps für Integrationskurse.
  • Uneingeschränkten Zugang zum Sprachunterricht für alle Geflüchteten, Geduldeten, Menschen im Asylverfahren und Unionsbürger*innen.
  • Einhaltung des Koalitionsvertrags und Stärkung der Sprachförderung „von Anfang an“.
  • Keine Kürzung der Haushaltsmittel für Integrationskurse ab 2027.
  • Vermeidung von Langzeitfolgen: Ohne Sprachkenntnisse drohen prekäre Arbeitsverhältnisse, Abhängigkeit von Sozialleistungen und der Verlust internationaler Fachkräfte.
  • Erhalt der Kursträger-Strukturen: Tausende Unterrichtende und Bildungsträger bangen derzeit um ihre Existenz.
  • Eindeutige Abgrenzung zu Erstorientierungskursen (EOK): Diese sind kein Ersatz, da sie keine prüfbaren Sprachabschlüsse vermitteln.

Wir betonen, dass Sprache der Schlüssel zur Integration ist – für Teilhabe, Arbeitsmarktintegration und gesellschaftlichen Frieden. Eine Politik, die Sprachförderung einschränkt, gefährdet sowohl Integrationserfolge als auch den sozialen Zusammenhalt.

Weitere Hintergründe und den Appell im Wortlaut finden Sie unter Verbändebündnis Gesamtprogramm Sprache | Gemeinsamer Appell

Gemeinsam fordert das Bündnis vom Bundesinnenministerium:
„Schaden abwenden – Lernsperre aufheben – Deutschkenntnisse fördern!“

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